
Anforderungen an die Prüfung von Netzkabeln Die Prüfung von Netzkabeln kann in drei Kategorien unterteilt werden: mechanische Prüfung, elektrische Prüfung und Flammschutzprüfung. Zu den mechanischen Prüfungen gehören Zugprüfungen und Schwingungsprüfungen, während die elektrischen Prüfungen Temperaturprüfungen, Durchschlagsfestigkeitsprüfungen, Überlastprüfungen und Alterungsprüfungen umfassen. Für elektrische und dielektrische Festigkeitsprüfungen wird der doppelt isolierte Silikondraht dringend empfohlen. Mit einer zusätzlichen dielektrischen Schicht erhöht es die Hochspannungsbeständigkeit erheblich und verhindert Kurzschlüsse oder Leckströme, sodass das Kabel problemlos strenge elektrische Sicherheitsbewertungen und Überlastbedingungen besteht.
Definitionen der Flammschutzklassen von Netzkabeln (HB, V-2, V-1 und V-0) Die Flammschutzklasse von Netzkabeln steigt schrittweise von HB auf V-2, V-1 und V-0: HB: Die niedrigste Flammschutzklasse in den Standards UL94 und CSA C22.2 Nr. 0,17. Bei Proben mit einer Dicke von 3 bis 13 mm muss die Brenngeschwindigkeit weniger als 40 mm/min betragen; bei Proben mit einer Dicke von weniger als 3 mm muss die Brenngeschwindigkeit weniger als 70 mm/min betragen; Andernfalls muss die Flamme vor Erreichen der 100-mm-Marke erlöschen. V-2: Nach zwei 10-sekündigen Brennversuchen an der Probe muss die Flamme innerhalb von 60 Sekunden erlöschen. Brennende Tropfen sind erlaubt. V-1: Nach zwei 10-sekündigen Brennversuchen an der Probe muss die Flamme innerhalb von 60 Sekunden erlöschen. Brennende Tropfen sind nicht zulässig. V-0: Nach zwei 10-sekündigen Brennversuchen an der Probe muss die Flamme innerhalb von 30 Sekunden erlöschen. Brennende Tropfen sind nicht zulässig.
Vertikale und horizontale Flammentests FT1 Vertikaler Flammentest: Nach fünf 15-sekündigen Verbrennungen darf die Nachbrennzeit 60 Sekunden nicht überschreiten und die Verkohlungslänge auf dem Flammenindikator-Seidenpapier darf 25 % nicht überschreiten. Vertikaler VW-1-Flammentest: Nach jeder einzelnen 15-sekündigen Verbrennung darf die Nachbrennzeit 60 Sekunden nicht überschreiten, es dürfen keine brennenden Tropfen vorhanden sein und die Verkohlungslänge auf dem Flammenindikator-Seidenpapier darf 25 % nicht überschreiten. (Hinweis: Die vertikalen Flammentests VW-1 und FT1 sind identisch; daher sind ihre Flammschutzwerte gleichwertig.) Horizontaler Flammentest FT2: Die Verkohlungslänge darf 100 mm nicht überschreiten. Vertikaler Flammentest FT4 (Kabel in Kabelrinne): Die Bewertung basiert hauptsächlich auf dem Rauch, der bei der Verbrennung entsteht. Die Saitenlänge darf 1,5 m nicht überschreiten. Um hohe Bewertungen wie V-0, VW-1 oder FT4 zu erreichen, sind inhärent flammhemmende Materialien erforderlich. Silikon-Paralleldraht- und geflochtene Silikonvarianten wurden speziell entwickelt, um der Flammenausbreitung zu widerstehen und sich schnell selbst zu verlöschen, was sie ideal für Anwendungen macht, die ein Höchstmaß an Brandschutz erfordern.
Hierarchie der Flammschutzbewertung (FT1, FT2 oder FT4) Wenn ein Draht die Klassifizierung FT4 oder VW-1 erfüllt, muss er nicht als FT1 oder FT2 gekennzeichnet werden. Wenn es FT1 erfüllt, muss es nicht als FT2 gekennzeichnet werden. Unter diesen stellen VW-1, FT1 und FT2 die niedrigsten Flammschutzstufen dar, während FT4 eine höhere Stufe darstellt.
FT6-Bewertung FT6 umfasst horizontale Verbrennungs- und Rauchemissionstests.
